Moringa Oleifera

 

moringa

Moringa Oleifera – der Meerrettichbaum – gesundes Lebensmittel, Klärstoff, Heilmittel und Energiequelle

Moringa Oleifera auch als der Meerrettichbaum bezeichnet, hat viele Namen. Er ist auch bekannt als Behenbaum, Behennussbaum, Klärmittelbaum, Pferderettichbaum, Trommelstockbaum, und auch der Wunderbaum. Moringa Oleifera gehört zur Familie der Bennussgewächse (Moringaceae). Er ist ein äußerst schnellwüchsiger Baum, der in seiner Heimat Ostafrika und Indien, im ersten Jahr eine Höhe von 5 Meter bis 8 Meter erreichen kann. Die Wurzeln wachsen in Rübenform und riechen stark nach Meerrettich. In der Kolonialzeit wurden von den Engländern, die Wurzeln des Baums als Meerrettichersatz genutzt.  Aus seinen Samen, wurde das hochstabile Schmieröl Behenöl gewonnen, das früher in Uhrwerken verwendet wurde. Inzwischen sind 13 Arten von Moringa bekannt, die bekannteste Art ist der Moringa Oleifera. In den alten Veden wurde vor 5000 Jahren schon über Moringa berichtet und die Ayurveda spricht davon, dass Moringa über 300 Krankheiten heilen könne.

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Moringa Oleifera Standort und Wachstum

Die Ursprungsheimat des Moringa Baums war die Himalaya Region in Nordwestindien, zwischenzeitlich hat er sich weltweit verbreitet. Er bevorzugt ein subtropisches und tropisches Klima mit verhaltenen Regenzeiten, aber auch seine fast unverwüstliche Ausdauer in sehr heißen Trockengebieten und sonnige Standorten zu gedeihen, ist für den Anbau des Baums in vielen Ländern von Vorteil. Moringa bevorzugt durchlässige, leicht lehmige Sandböden und wenn es sein muss, erträgt er sogar kurzzeitig leichten Frost. Langanhaltenden Frost und stauende Nässe verträgt Moringa Oleifera nicht, denn das würde die knollenartigen Wurzeln schädigen.

Mit Moringa Oleifera zu einer gesunden Ernährung

In afrikanischen Gebieten wird Moringa Oleifera als Nutzpflanze und Heilpflanze eingesetzt. Alle Bestandteile dieses Baumes können genutzt werden. Der Baum blüht schon etwa acht Monate nach der Anpflanzung und dann fast ganzjährig. Der Geschmack der Blüten ist einem Pilz ähnlich und passt gut in Salate oder wird in Speisen mitgekocht. Tee aus den Moringa Blüten hilft gegen Husten und Erkältung.

40 Tage nach der Blüte können die ersten Früchte geerntet werden, diese werden wie grüne Bohnen verwendet. Die älteren Früchte sind ähnlich wie Spargel und müssen von der holzigen Hülle befreit werden. Sie werden in Gewürzmischungen wie Curry verarbeitet. Die Blätter können als Gemüse gegessen oder zu Saft gepresst werden. In Indien und Asien wird der Saft zur Vorsorge und Bekämpfung von Mangelernährung und deren Folgen eingesetzt.

Die Wurzeln junger Moringa Oleifera Pflanzen werden ausgegraben und von der leicht giftigen Rinde befreit, die Wurzeln zerstampft und mit Salz vermischt. Der daraus entstehende Brei dient zur Behandlung von Rheuma und Gelenkschmerzen. Die wasserlösliche Rinde des Meerrettichbaums wird in Indien unter anderem zur Desinfektion genutzt. Auch bei Herz -und Kreislaufproblemen werden Wurzeln und Rinde bei den Einheimischen angewandt. Weiterhin wirken die Wurzeln und die Rinde nervenstärkend und entzündungshemmend und regen den Appetit und die Verdauung an.

Das Behenöl, das  aus den ölhaltigen Samen (45 Prozent des Gewichtes) gepresst wird ist sehr lange haltbar, stabil und vielseitig einsetzbar. Es kann als Salatöl gegessen werden, aber auch zur Seifen- und Kosmetikherstellung sowie zu Brennzwecken und in Form wie Biodiesel genutzt werden.

Forschungen belegen, dass die Samen zur Aufbereitung von Trinkwasser dienen können. 0,2 Gramm Moringasamen Pulver reichen aus um 1 Liter Trinkwasser aufzubereiten. Wenn Samenpulver 15–20 Minuten lang in unsauberem Flusswasser langsam und gleichmäßig gerührt wird, flocken die Schwebstoffe und Bakterien auf und sinken zu Boden. Das behandelte Flusswasser kann vollständig geklärt werden. Nach eingehenden Untersuchungen kann eine schädliche Wirkung durch das Pulver der Samen auf Menschen und Tiere ausgeschlossen werden.

Die Inhaltsstoffe von Moringa Oleifera

Alle Pflanzenteile des Meerrettichbaums werden in der lokalen, traditionellen Medizin genutzt. In den vergangenen 15 Jahren wurde intensiv an Moringa geforscht. Die neuen Erkenntnisse belegen, dass Moringa einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Gesundheit, nicht nur in den weniger entwickelten Ländern, sondern auch bei uns leisten kann. Damit der Körper die Inhaltsstoffe sofort und optimal verarbeiten kann, ist das alles in optimaler natürlicher Zusammensetzung vorhanden.

Moringa Oleifera Blattpulver enthält:moringa-3

  • über 90 wichtige Nährstoffe
  • Vitamine und Mineralstoffe
  • 18 essenzielle Aminosäuren (hochkonzentriert)
  • 46 antioxidative Stoffe, sekundäre Pflanzenstoffe wie Alphacarotine, Betacarotine, Betacryptoxanthin, Lutein, Zeaxanthin, Chlorophyll usw.
  • Vitamine A, B1, B2, B3, B6, B7, C, D, E, K
  • Kalzium
  • Kupfer
  • Eisen
  • Kaffeeoylchinasäure
  • Zeatin
  • Enzyme
  • Omega 3, 6 und 9

Im Vergleich zu anderen Lebensmitteln

  • 25 x so viel Eisen wie Spinat
  • 4,5 x so viel Vitamin E wie Weizenkeimlingen
  • 17 x so viel Kalzium wie Milch
  • 1,5 x so viel Zink wie ein Schweineschnitzel
  • 4 x so viel Vitamin A und 2,5 x so viel Karotin wie Karotten
  • 15 x so viel Kalium wie in Bananen
  • 2 x so viel Magnesium wie Braun-Hirse
  • 4,5 x so viel Folsäure wie Rinderleber
  • 7 x so viel Vitamin C wie in Orangen
  • 2 x so viele Proteine wie Soja
  • 7 x so viel Vitamin B1, B2 wie Hefe
  • 6 x so viele Polyphenole wie Rotwein
  • 1,5 x so viele Aminosäuren wie Eier
  • 2 x so viele Ballaststoffe wie Vollkorn
  • 4 x mehr Chlorophyll wie Weizengras
  • 15 x so viel Bor wie Rote Beete

Hoher ORAC-Wert

ORAC-Werte (oxygen radical absorbance capacity) geben an, in welchem Grad ein biologischer Stoff freie Radikale hemmen kann also die antioxidative Wirkung. Moringa erreicht hier mit einem Wert von ca. 46.000 ORAC-Einheiten pro 100 Gramm.

Moringa enthält eine hohe Konzentration des Botenstoffes Zeatin. Zeatin wurde erst vor kurzem entdeckt und hat eine wesentliche Bedeutung im Vitalstofftransport in unserem Körper.

Moringa Oleifera – der Wunderbaum

Moringa Oleifera hat einen ganz eigenen Geschmack und braucht wegen seines hohen natürlichen Salzgehaltes nicht nachgewürzt zu werden. Moringa Pulver sollte ein helles und frisches Grün aufweisen und leicht scharf nach Heu riechen. Sollte dies nicht der Fall sein, zeugt dies von schlechter Qualität.

Nicht nur für den Menschen bringt Moringa viel Gutes, auch für die Tiere und Pflanzen. Tiere, die Moringa in ihrem Futter als Zusatz bekommen, sind gesünder und zeigen erhöhten Widerstand gegen Krankheiten und Stresssituationen. Pflanzen, die mit einem Wachstumsmittel, das aus zwei Pflanzenwachstumshormonen von Moringa hergestellt wird, gespritzt werden, zeigen eine Ertragssteigerung von bis zu 32 Prozent.

Nährwerttabelle Moringa (100g Früchte, Blätter und Pulver)

Bestandteil

 

Früchte

 

Pulver

 

Blätter

Wasser (%)

 

86,9

 

75,0

 

7,5

Kalorien

 

26

 

92

 

205

Proteine (g)

 

2,5

 

6,7

 

27,1

Fette (g)

 

0,1

 

1,7

 

2,3

Carbohydrate (g)

 

3,7

 

13,4

 

38,2

Ballaststoffe (g)

 

4,8

 

0,9

 

19,2

Minerale (g)

 

2,0

 

2,3

 

-

Calcium (mg)

 

30

 

440

 

2003

Magnesium (mg)

 

24

 

25

 

368

Phosphor (mg)

 

110

 

70

 

204

Kalium (mg)

 

259

 

259

 

1324

Kupfer (mg)

 

3,1

 

1,1

 

0,057

Eisen (mg)

 

5,3

 

7,0

 

28,2

Oxalic acid (mg)

 

10

 

101

 

1,6

Vitamin A - Beta Carotin (mg)

 

0,11

 

6,8

 

16,3

Vitamin B (mg)

 

423

 

423

 

-

Vitamin B1 - thiamin (mg)

 

0,05

 

0,21

 

2,64

Vitamin B2 - Riboflavin (mg)

 

0,07

 

0,05

 

20,5

Vitamin B3 (mg)

 

0,2

 

0,8

 

8,2

Vitamin C (mg)

 

120

 

220

 

17,3

Vitamin E

 

-

 

-

 

113

Arginine (g/16gN)

 

3,6

 

6,0

 

1,33%

Histidine (g/16gN)

 

1,1

 

2,1

 

0,61%

Lysine (g/16gN)

 

1,5

 

4,3

 

1,32%

Tryptophan (g/16gN)

 

0,8

 

1,9

 

0,43%

Phenylanaline (g/16gN)

 

4,3

 

6,4

 

1,39%

Methionine (g/16gN)

 

1,4

 

2,0

 

0,35%

Threonine (g/16gN)

 

3,9

 

4,9

 

1,19%

Leucine (g/16gN)

 

6,5

 

9,3

 

1,95%

Isoleucine (g/16gN)

 

4,4

 

6,3

 

0,83%

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