Kokosblütenzucker

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Wie wird Kokosblütenzucker hergestellt?

Der für Potful Power verwendete Bio Kokosblütenzucker stammt von Palmen aus kontrolliert biologischem Anbau und wird von Kleinbauern in Handarbeit hergestellt. Um diese außergewöhnliche Süße zu ernten, muss man ansetzen bevor die Kokosnuss entsteht. Dazu wird der Blütenstand, also der Teil der Pflanze, der die Früchte tragen wird abgebunden bevor dieser austreibt. Dann schneiden die „Sap-Gatherer„ die Männer, die zur Ernte in die Palmwedel hinaufsteigen den Blütenstand fein an, um den Nektar der heraustropft aufzufangen. Dies geschieht mit einer scharfen Sichel. Diese Prozedur wird  zweimal pro Tag und Palme wiederholt. Die Männer achten stets darauf, den Blütenstand nur hauchdünn anzuschneiden damit nur so viel Nektar geerntet wird, um den Fortbestand der Pflanze nicht zu gefährden.

Tropfen für Tropfen wird der wertvolle Nektar in einem Gefäß am Ende des Blütenstandes aufgefangen. Vor der Weiterverarbeitung wird der Saft durch ein Sieb gefiltert, um ihn von Schwebstoffen und natürlichen Verunreinigungen zu befreien.kokosbluetenzucker

Um eine Fermentation des Nektars zu verhindern, geht dieser direkt zur Produktion. Eile ist geboten, da sich im fruchtigen Nektar und den hohen Temperaturen schnell Gärungsprozesse entwickeln können. Bei der Produktion angelangt, wird der Nektar unter ständigen Rühren und Hitzezufuhr eingekocht. Gleichmäßig und mit geübter Hand wird der Nektar in Bewegung gehalten, bis genug Flüssigkeit verdampft ist und er eine zähflüssige Konsistenz aufweist. Mit einem Refraktometer (Messeinrichtung zur Bestimmung des Zuckergehalts) wird die Zuckerkonzentration überprüft. Ist der ideale Wert erreicht, wird der Sirup von der Flamme genommen und weitergerührt. So kühlt er langsam ab und kristallisiert zu Zucker. Die Masse wird wieder abwechselnd glatt gestrichen und neu verrührt, bis die Kristallisierung vollständig eingetreten ist. Im letzten Arbeitsschritt wird der Zucker gesiebt, um eine feinkörnige Konsistenz zu erhalten. So entsteht das natürliche Süßungsmittel mit einem beeindruckend niedrigen glykämischen Wert von 35.

Kokosblütenzucker - Niedriger glykämischer Index

Kokosblütenzucker ist vor allem wegen seines sehr geringen glykämischen Wertes bei uns bekannt geworden (glykämischen Wert von 35). Der glykämische Wert eines Lebensmittels gibt an, wie stark dieser den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Niedrig-glykämische Nahrungsmittel sind für unser Wohlbefinden sehr förderlich, da sie keinen rapiden sondern einen langsamen und gleichmäßigen Anstieg des Blutzuckerspiegels hervorrufen.

Hoch-glykämische Lebensmittel

Hoch-glykämische Lebensmittel verursachen hingegen einen Ansprung des Blutzuckers innerhalb kürzester Zeit. Haushaltszucker (glykämischen Wert ab 76) und viele Lebensmittel, die isolierte Kohlenhydrate enthalten, zählen zu den hoch-glykämischen Lebensmitteln. Wie z. B. Nudeln, Weizenbrötchen, Reispudding, Puffreis, Pralinen, Pommes frites, Paniermehl, Mayonnaise (80%), Marzipan, Maltodextrin, Müslimischung mit Zucker, Limonade, Kartoffelpüree, Hamburgerbrötchen, Gummibärchen, Fladenbrot, Cornflakes, Cola, Chips, Brezel, Blätterteig, Baguette und Bagel.

Die hohen Blutzuckerwerte lassen die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren arbeiten, um die Insulinausschüttung voranzutreiben. Das Insulin ist dazu da, um die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu befördern (die Energie zu verteilen) und so den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Bauchspeicheldrüse und die Körperzellen, die mithilfe des Insulins die Glucose aufnehmen, können durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrungsmittel überlastet werden. Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Hypoglykämie oder Insulinresistenz sind die Folgen.

Kokosblütenzucker fördert im Vergleich zu hoch-glykämischen Süßungsmitteln eine langsamere Energieausschüttung, die einerseits länger sättigt und andererseits keine Zuckerhochs und -tiefs verursacht. Daher ist Kokosblütenzucker auch für Diabetiker geeignet.

Kokosblütenzucker - Nährstoffreich und Süß

Kokosblütenzucker ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Auch diese Mineralstoffe und Spurenelemente machen Kokosblütenzucker zu einer gesunden Alternative zum herkömmlichen Zucker.

Kokosblütenzucker Kurzübersicht

- Palmzucker aus der Kokosblüte

- 100 % naturbelassen aus biologischem Anbau

- reich an Vitaminen (B1, B2, B3, B6, und Vitamin C)

- reich an Nährstoffen (Eisen, Kalium, Zink, Magnesium sowie 16 wichtige Aminosäuren)

- fein kristalliner Zucker mit sanftem Karamell-Aroma

Verwendung und Geschmack von Kokosblütenzucker

Kokoszucker zeichnet sich durch einen besonders karamelligen Geschmack aus. Überraschenderweise schmeckt und riecht er jedoch kaum nach Kokos. Besonders am Kokosblütensirup ist auch sein niedriger Schmelzpunkt – er zergeht fast auf der Zunge. Kokosblütenzucker eignet sich besonders gut als i-Tüpfelchen auf Desserts und Drinks. Theoretisch lässt sich mit Kokoszucker raffinierter Zucker im Verhältnis 1:1 ersetzen – für einen ganzen Kuchen ist Kokosblütenzucker aber meist recht teuer.

Unser Tipp: Aufpassen beim Kauf von billigem oder günstigem Kokosblütenzucker. Dieser muss vollkommen rein sein, denn billige Angebote können mit Rohrzucker, mit Maltodextrin oder färbenden Zusätzen vermischt und damit gestreckt sein.

Nachhaltigkeit von Kokosblütenzucker

Ein wichtiger Punkt in Bezug auf eine nachhaltige Produktion ist auch, dass für die Herstellung von Kokosblütenzucker die Kokospalme nicht gefällt werden muss. Man benötigt demnach auch weniger Fläche, als bei ständig neuer Bepflanzung. So schreibt beispielsweise Bruce Fife, ND, Direktor des Coconut Research Center und Autor des Buches “Coconut Cures”:

"...Ein Farmer kann als Kind eine Kokospalme pflanzen und sein ganzes Leben diesen Baum abernten. Kokosnusssaison ist praktisch das ganze Jahr über, da der Baum permanent Früchte trägt. Künstliche Dünger und Pestizide werden beim Anbau von Kokospalmen in der Regel nicht verwendet. Kleinbauern, die den größten Teil der weltweiten Kokosernte verantworten, können sich normalerweise keine kostspieligen Chemikalien leisten und bevorzugen es daher, der Natur ihren Lauf zu lassen. Als natürliches Düngemittel werden häufig verrottende Kokosnussschalen und Palmwedel verwendet. Die Herstellung von Bio-Kokosblütenzucker gilt als besonders nachhaltig, da den Kleinbauern durch die Kokospalmen eine Vielzahl von verwertbaren Materialien wie Kokosnüssen, Kokosöl und Co. zur Verfügung steht. Schon 20 Palmen können einem Bauern ein Auskommen sichern. Aus diesen Gründen muss man feststellen, dass der Anbau von Kokospalmen und somit auch die Nektargewinnung, umweltfreundlich und nachhaltig sind..."

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