Braunhirse - altes Vollwertgetreide mit hohem Nährwert

Hirse gilt als das Schönheitskorn. Besonders Braunhirse soll heilen, schön machen und an Nährstoffen so reich sein wie kaum eine andere Getreideart. Eigentlich gehört die Hirse zur Familie der Süßgräser. Sie ist eine über 8000 Jahre alte Kulturpflanze die jetzt wieder neu entdeckt wird.

Braunhirse

braunhirseBraunhirse ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Dhurrin heißt der Stoff, der als ungiftige Vorstufe der Blausäure in vielen Pflanzen vorkommt. Dieser Stoff schützt die Pflanze zum einen vor dem vorzeitigen Auskeimen auf dem Feld und zum anderen, wird das Korn von Schadorganismen verletzt, wandelt sich Dhurrin in die giftige Säure um, es ist ein Selbstschutzmechanismus der Pflanzen. So kann ausgereifte Braunhirse ausgelöst durchs Dreschen, noch Spuren von Blausäure enthalten, die Reste werden jedoch beim Reinigen und Trocknen der Frucht gereinigt.

Braunhirse für die Schönheit

Die Schalen sind reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und kieselsäurehaltigen Substanzen. Was ihr das Image des Schönheitskorns einbringt, sie dienen als Aufbaustoffe für Haut, Haare und Nägel.

Braunhirse - Silizium für das Bindegewebe

Der Hauptanteil von Silizium befindet sich bei der Hirse in der Spelze, das das Hirsekorn umgibt. Diese Schale ist nur bei der Braunhirse genießbar. Die Verbindung von Silizium mit Wasser nennt sich Kieselsäure. Kieselsäure leistet einen wichtigen Beitrag für die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes. Der Hautstoffwechsel wird positiv beeinflusst und sorgt für einen gesunden Teint. Leiden die durch Haltungsfehler und Haltungsschäden entstehen können oft mit Braunhirse gelindert werden. Außerdem wäre sie bei vielen Lungenerkrankungen, Bronchialkatarrh und Asthma nützlich, denn Kieselsäure stärkt auch das Lungengewebe und macht es widerstandsfähig und geschmeidig.

Der angenehme Geschmack von Braunhirse

Braunhirse zeichnet sich durch einen milden, fein würzigen und ansprechenden Geschmack aus. Sie wird einerseits als spezielle Hirsesorte bezeichnet, die braune Wildform der Hirse, andererseits als ungeschälte Speisehirse beschrieben.

Die hartkieseligen Fruchtschalen der Hirse sind nicht genießbar, das heißt diese muss immer geschält werden. Bei der Urhirse oder Braunhirse, wird die Fruchtschale mit verwendet, diese wird als einzige Hirse Art nicht geschält. Nach Überlieferungen der mittelalterlichen Heilkunde wurde die Braunhirse hoch gelobt und gilt heute als Geheimtipp .Wie bereits erwähnt ist die Braunhirse zum Schälen ungeeignet. Dafür ist sie für den Verzehr noch hochwertiger als die von den Schalen befreite Goldhirse. Die meisten Mineralstoffe und Spurenelemente haften bekanntlich an den äußeren Randschichten, die durch den Schälvorgang mit der Schale verringert werden. Da die Braunhirse einschließlich ihrer Schalen gemahlen wird, sind sämtliche Vitalstoffe in der gemahlenen Braunhirse enthalten, sie gilt im Handel daher als vollwertig.

Braunhirse ein Gluten freies Getreide

Außerdem fehlt allen Hirsearten, auch der Braunhirse das Klebereiweiß, auch Gluten genannt, das aus Glutenin und Gliadin besteht. Wodurch das Mehl für unter Zöliakie leidende Menschen zum Backen von Brot besonders gut geeignet ist. Hirse ist daher leicht verdaulich, gut bekömmlich und bildet im Organismus keinen Schleim. In ungekochter Form werden die Nährstoffe wesentlich leichter vom Körper aufgenommen als in erhitzter Form. Im Rohzustand gegessen zählt die Hirse auch zu den basenbildenden Getreidesorten und beugt somit der Übersäuerung und der Entmineralisierung sowie der Verschlackung des Körpers vor. Die Braunhirse wird nicht geklont, genmanipuliert noch einer Hybridbehandlung oder einer Züchtung unterzogen. Durch diese ganzheitliche Arbeitsweise sind die Vitamine B, Pantothensäure, Eisen, Fluor usw. ebenfalls in ihrer Urform enthalten.

Braunhirse - natürliches Eisen, essentiell für das Blut und wichtig für die Sauerstoffversorgung

Der Eisengehalt der Braunhirse ist gegenüber anderen Getreidearten sehr hoch. So enthält das wertvolle Korn zwei bis dreimal mehr Eisen als Weizen und liefert damit einen optimalen Beitrag für die Blutbildung. Besonders Frauen wissen diese positive Wirkung der Hirse zu schätzen.

Eisen hat im Körper noch andere Aufgaben zu erfüllen. So hilft das Spurenelement beim Sauerstofftransport, bei der Energiegewinnung und bei der Zellteilung. Auch bei chronischer Müdigkeit ist Eisen ein wichtiger Helfer für unseren Körper.

Hirse liefert wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe

Weitere wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe sind Calcium und Magnesium. Das Magnesium ist nahezu an allen Körperfunktionen beteiligt und ein Mangel kann zu vielen verschiedenen heute weit verbreiteten chronischen Erkrankungen beitragen.

Neben all den genannten Mineralstoffen und Spurenelementen enthält das Korn etwa 70 % Kohlenhydrate, circa 10 %Eiweiß und bis zu 5 % Fett. Im Öl der Hirse sind Vitamin E, Provitamin A und verschiedene B-Vitamine enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Darüber hinaus unterstützt der hohe Ballaststoffanteil die Darmgesundheit und verstärkt das Sättigungsgefühl.

Braunhirse - ein basenbildendes Getreide

Die Braunhirse zählt zu den Basen bildenden Getreidesorten. Somit ist sie hervorragend als Ergänzung einer basenreichen Ernährung geeignet. Die spezielle Zusammensetzung ihrer wertvollen Nährstoffe macht Braunhirse auch für Schwangere, Stillende und Kinder besonders wertvoll.

Das kleine Korn mit viel Power

Hirse enthält viele unverdauliche Ballaststoffe, soll basenbildend wirken, Nährstoffe in homöopathischer Form enthalten und bei zahlreichen Erkrankungen wie Asthma, Parkinson, Tinnitus, offenes Bein, bei Karies und vielem mehr hilft.
Braunhirse ist eine ideale Getreideart mit wertvollen Inhaltsstoffen und sollte am besten auch in roher Form mehrmals wöchentlich im Speiseplan integriert werden.

Nährwerte:

hirse

Nährwert pro 100 g:

Brennwert: 1721 kJ (407 kcal)
Eiweiß: 11,0 g
Kohlenhydrate: 76,5 g
Zucker: 1,5 g
Fett: 4,4 g
Ballaststoffe: 8,9 g
Vitamin B1: 0,8 mg
Vitamin B2: 0,6 mg
Vitamin B3: 9,8 mg
Vitamin B6: 0,8 mg
Folsäure (B9 Vitamin): 173 µg
Magnesium: 119,8 m
Phosphor: 3,1 mg
Kupfer: 0,7 mg
Mangan: 1,7 mg
Kieselsäure (Siliciumdioxid): 550 mg
Natrium: 0,0052 g

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